Morgen kann ihn niemand mehr nutzen .... 15.01.2020 - 19:37

Der vielleicht beste PDF-Reader: Morgen kann ihn niemand mehr nutzen

 

Ein PDF-Reader gehört zur Reihe der Tools, die auf jedem PC installiert sein müssen. Die meisten Nutzer greifen zum Adobe Reader, doch der ist langsam und aufgebläht. Kaum jemand weiß, dass in Windows 10 bereits ein exzellenter Reader für PDF-Dokumente vorhanden ist. Doch dessen Zeit läuft heute ab.

PDFs gehören zu den häufigsten Dokumenten und viele Nutzer greifen dafür zum Adobe Reader. Der ist allerdings langsam und enthält jede Menge Tools, die kaum jemand braucht. Spannend: Nur wenige wissen, dass in Windows 10 bereits ein exzellenter PDF-Reader enthalten ist. Das mag daran liegen, dass er sich nicht auf den ersten Blick zu erkennen gibt. Denn der Edge Browser ist zwar als Browser nicht zu gebrauchen, bietet aber einen extrem flotten und gut ausgebauten PDF-Reader
Aber: Die Tage des klassischen Edge Browsers sind endgültig gezählt. Noch heute wird sein Nachfolger per automatischem Windows-Update verteilt. Und der neue Edge auf Chromium-Basis ist zwar ein sehr viel besserer Browser als sein Vorgänger, der PDF-Viewer ist allerdings der von Chrome. Wie Reddit-Nutzer und auch wir in unserem Test festgestellt haben, verliert der neue PDF-Reader vor allem bei großen Files gegenüber dem alten deutlich an Geschwindigkeit. Auch einige Optionen wie die Zweiseitenansicht fehlen bislang.

 

 

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Rente ab 67 11.01.2020 - 18:54

Rente & Soziales

Rente ab 67 – geht gar nicht

Rente ab 67 – geht gar nicht

ver.di ist überzeugt davon: Für die Rente ab 67 gibt es zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit. Dennoch hat die Bundesregierung beschlossen, ab 2012 das Renteneintrittsalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre anzuheben.

Dabei ist schon heute klar, dass die Rente ab 67 letztlich ein radikales Rentenkürzungsprogramm ist. Denn schon heute gehen nur wenige Menschen tatsächlich erst mit 65 Jahren in Rente. Alle, die früher ihre Rente in Anspruch nehmen, müssen Abschläge und damit eine niedrigere Rente in Kauf nehmen. Außerdem sind schon heute rund 40 Prozent aller 55- bis 65-Jährigen erwerbslos. Bei den 64-Jährigen sind es drei Viertel. Wo sollen also gute Arbeitsplätze für all diejenigen herkommen, die künftig bis zu ihrem 67. Lebensjahr arbeiten müssen? Immerhin müssten bis zu drei Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs entstehen, damit alle bis 67 arbeiten können.
Die meisten finden im Alter nur noch Minijobs oder andere prekäre Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie zahlen kein Geld mehr in ihre Rentenversicherung ein. Und entsprechend niedrig fallen später ihre Bezüge aus. Gleichzeitig beschäftigt mehr als ein Drittel aller Betriebe in Deutschland keine Arbeitnehmer über 50. Wer über 60 ist und seinen Job verliert, hat kaum eine Chance, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Gerade ein Fünftel von ihnen schafft noch einmal den Sprung aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung.
Schon die Rente ab 65, wie sie bisher galt, existiert nicht wirklich. Im Schnitt sind die Menschen heute 63 Jahre alt, wenn sie in Rente gehen. Das bringt Abschläge mit sich. Fast die Hälfte aller Frauen und Männer, die 2008 in Rente gingen, mussten monatlich auf im Schnitt 115 Euro Rente verzichten. Diese Abschläge summieren sich während der durchschnittlichen Dauer einer Rentenphase auf immerhin 25.000 Euro.
Hinzu kommt: Arbeit, wie sie heute existiert, macht krank. Fast ein Viertel aller 55- bis 64-Jährigen geht heute aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente. Betroffen sind in erster Linie Bau- und Hilfsarbeiter, Maurer oder Maler, zunehmend aber auch Kranken- und Altenpfleger und -pflegerinnen oder Erzieherinnen. Außerdem ist klar: Angelernte, gering Qualifizierte und überwiegend prekär Beschäftigte haben deutlich weniger Chancen als Besserverdienende, bis zur Rente zu arbeiten.

Das Armutsrisiko der Alten steigt

Niedriglöhne, prekäre Beschäftigung und unterbrochene Erwerbsbiografien sind für diejenigen, die künftig erst mit 67 in Rente gehen sollen, schon heute Realität. Das schmälert ihre Chancen beträchtlich, eine Rente zu erarbeiten, die im Alter ein Leben in Würde ermöglicht. Schon heute liegt das Armutsrisiko der 65-Jährigen und älteren bei 13 Prozent. Prognosen gehen davon aus, dass ihr Anteil steigen wird.
Vor diesem Hintergrund kommt ver.di zu dem Schluss, dass schon heute deutliche Veränderungen der Arbeitsbedingungen nötig wären, um die Rente mit 67 wenigstens ansatzweise realistisch erscheinen zu lassen. Andernfalls kann die Rente mit 67 keinen Bestand haben.

Weiterführende Informationen:

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Negativzinsen und Strafzinsen 11.01.2020 - 18:51

Banken und Sparkassen mit Strafzinsen für Privatkunden

 

Volksbank Ettlingen k. A. -0,50% 250.000 EUR
Volksbank Baden-Baden Rastatt k. A. -0,40% je nach Einzelvereinbarung
Volksbank Freiburg k. A. -0,40% 750.000 EUR
Raiffeisenbank Kraichgau k. A. -0,40% individuell
Volksbank in der Ortenau 08/2019 -0,45% ab 100.000 EUR
Volksbank Mittlerer Schwarzwald k. A. -0,50% ab 250.000 EUR
Bayern
VR-Bank Alzenau k. A. -0,40% individuell
Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck eG 10/2019 -0,50% 0,01 Euro
VR Bank Bayreuth-Hof k. A. -0,40% 300.000 EUR
Sparkasse Bamberg k. A. -0,40% ab 2.000.000 EUR
VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg k. A. -0,40% individuell, nur für Neueinlagen
Sparkasse Coburg-Lichtenfels k. A. -0,40% individuell
VR Bank Landsberg-Ammersee k. A. -0,40% 300.000 EUR
Raiffeisenbank Gmund 08/2016 -0,40% 100.000 EUR (Tagesgeld- & Girokonto)
Fidor Bank 01/2019 -0,40% 100.000 EUR
(Girokonto)
Raiffeisenbank im Naabtal k. A. -0,60% 250.000 EUR git für Verträge seit dem 01.06.2017
(Tagesgeld- & Girokonto)
Raiffeisenbank Oberland k. A. -0,50% 250.000 EUR
V-Bank München k. A. -0,40% 500.000 EUR
flatex Bank AG 03/2017 -0,50% (seit 1.10.2019) ab 1 Euro (auf Cashkonto)
Berlin
Sparda-Bank Berlin 09/2017 -0,40% 100.000 EUR
(Tagesgeldkonto)
Berliner Sparkasse k. A. -0,40% ab 1.000.000 EUR
(Giro- oder Tagesgeldkonto)
Berliner Volksbank k. A. -0,50%

100.000 EUR (Tagesgeld- & Girokonto)

Hamburg
Hamburger Sparkasse (Haspa) 09/2018 -0,40% 500.000 EUR
Hessen
Nassauische Sparkasse 07/2019 -0,40% für Einlagen über 500.000 EUR
Frankfurter Volksbank k. A. -0,40% individuell
Commerzbank k. A. variabel individuell
comdirect 12/2019 -0,50% 250.000 EUR
Niedersachsen
Sparkasse Hannover k. A. -0,50% für Einlagen über 1.000.000 EUR
Oldenburgische Landesbank (OLB) k. A. -0,40% für Einlagen über 500.000 EUR
Sparkasse Rotenburg Osterholz 01/2017 -0,50% (seit 20.09.2019) für Einlagen über 1.000.000 EUR
(Girokonto)
Nordrhein-Westfalen
VR-Bank Westmünsterland k.A. -0,50% ab 1 Euro (individueller Freibetrag auf Girokonto)
Sparkasse Köln-Bonn k.A. -0,40% für Einlagen in Millionenhöhe
Sparkasse HagenHerdecke k.A. -0,40% individuell
Sparkasse Meschede k.A. -0,40% individuell
Sparkasse Neuss k.A. variabel individuell
Sparkasse Versmold k.A. -0,40% individuell
Sachsen
Volksbank Raiffeisenbank Mittelsachsen k. A. -0,40% 100.000 EUR
Volksbank Dresden-Bautzen k. A. -0,50% 1.000.000 EUR
(Tagesgeldkonto)
Sachsen-Anhalt
Volksbank Magdeburg k. A. -0,50% Tagesgeld über 75.00 EUR
Guthaben auf Girokonten über 25.000 EUR (Freibetrag insg. bis 100.000 EUR)
Volksbank Stendal 10/2016 -0,40% 100.000 EUR
(Tagesgeld- & Girokonto)
Schleswig-Holstein
comdirect bank 12/2019 -0,50% 250.000 EUR
(Spar- & Girokonten)
Raiffeisenbank Südstormarn Mölln 09/2016 -0,40% 1.000.000 EUR
(Spar- & Girokonten)
Thüringen
Deutsche Skatbank 11/2014 -0,50% (ab 01.10.2019) 100.000 EUR (Tagesgeld- & Girokonto)
Ethik Bank k. A. -0,40% / individuell Negativzinsen bzw. Verwahrgebühren in nicht genannter Höhe für Großeinleger.
Volksbank Eisenberg eG k. A. -0,40% / individuell Negativzinsen bzw. Verwahrgebühren in nicht genannter Höhe für Großeinleger.
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Support-Ende: Windows 7 11.01.2020 - 18:36

Support-Ende: Windows 7 wird mit ständigem Update-Popup nerven

 

Mit einem der vergangenen Updates hat Microsoft Windows 7 mit einem Patch ausgestattet, der nach dem 14. Januar 2020 für nervige Dauer-Popups mit Update-Aufforderung sorgen wird.

 

Am 14. Januar 2020 ist Schluss. Die Unterstützung Microsofts für Windows 7 wird beendet. Um nun auch noch den letzten Unwissenden darüber zu informieren, hat Microsoft Windows-7-Installationen mit einem Patch versehen, der ein bildschirmfüllendes Popup mit einer überaus deutlichen Updatewarnung anzeigen soll. Für notorische Windows-7-Fans gibt es indes eine Möglichkeit, das zu verhindern.

Microsoft: Besser du kaufst dir jetzt dringend einen neuen Rechner

Microsoft kommt ungewöhnlich deutlich daher. Nach dem 14. Januar 2020 wird Windows 7 eine prominente Warnung ausspielen, die den gesamten Bildschirm bedeckt. Inhaltlich warnt Microsoft, dass es für das Betriebssystem keine Sicherheitsupdates, keine Software-Updates und keinen technischen Support mehr geben wird. Der Hersteller aus Redmond empfiehlt allerdings nicht, Windows 10 zu installieren, sondern sich gleich ein ganz neuen PC mit Windows 10 zuzulegen. Das wird nicht jeder wollen.

 

Warnung kann mit Registry-Eingriff abgeschaltet werden

Wie das Online-Magazin Bleepingcomputer herausfand, sind die Dateien EOSNotify.exe und EOSNotify2.exe für die Alarmmeldung verantwortlich. Diese führen zu den Tasks EOSNotify und EOSNOtify2.

Der erste wird direkt nach dem Anmeldevorgang und über weitere Trigger ausgeführt, der zweite jeden Tag um 12 Uhr, quasi an High Noon. Die zweite Meldung lässt sich wegklicken und sogar auf „Nicht mehr erinnern“ stellen. Die erste allerdings wird nach jedem Anmeldevorgang erneut getriggert.

Laut Bleepingcomputer soll eine Änderung des Dword-Wertes DiscontinueEOS auf 1 im Registry-Eintrag “HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersionEOSNotify” dazu führen, dass Windows die Meldung nicht mehr anzeigt.

Taugt der Rechner noch, könnt ihr kostenlos auf Windows 10 upgraden

Schon ist Ruhe. Das Problem des weiter veraltenden Betriebssystems habt ihr dadurch natürlich nicht gelöst. Deswegen sei der Hinweis gegeben, dass es auch weiterhin möglich ist, über das herunterladbare Windows 10 Media Creation Tool von Microsoft eine gültige Windows-7-Lizenz kostenlos auf Windows 10 zu aktualisieren. Wenn ihr die Installation dann ohne Internetzugang macht, könnt ihr auch ein Offline-Konto erstellen. Nach der Installation kann Windows 10 in den Systemeinstellungen mit einem gültigen Windows-7-Schlüssel aktiviert werden.

Übrigens: Windows-7-Professional-Nutzer, die erweiterte Sicherheitsupdates bestellt haben, erhalten das Popup nicht.

Passend dazu: Microsoft: 2020 wird der Support für Windows 7 eingestellt

 

 

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Rentenformel ist Betrug 11.01.2020 - 18:21

Grundrente wird nicht ausreichen

Zu den heutigen Verhandlungen einer Arbeitsgruppe der Großen Koalition über die Ausgestaltung einer Grundrente erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Und wieder hat die GroKo das Thema Grundrente vertagt. Diese Aufschieberitis muss beendet werden. Es ist unerträglich, dass die Große Koalition nicht in der Lage oder willens ist, eine Entscheidung bei so einem wichtigen Thema zu treffen.

Die Forderung der CDU, die Grundrente an eine Bedürftigkeitsprüfung zu koppeln, widerspricht dem System der gesetzlichen Rentenversicherung. Es geht um erworbene Rentenansprüche und soziale Gerechtigkeit, nicht um Bedürftigkeit.

Das Grundkonzept geht in die richtige Richtung, auch wenn es noch immer nicht ausreichend ist, um für wirklich armutsfeste Renten zu sorgen. Zum Beispiel gehen die vorgeschlagenen 35 Beitragsjahre an der Lebensrealität vieler Menschen, insbesondere Frauen, vorbei. Für eine armutsfeste und Lebensstandard sichernde Rente ist eine wirkliche, grundlegende Reform im Rentensystem nötig.

Um nachhaltig Altersarmut zu bekämpfen und Lebensleistungen in Ost wie West anzuerkennen, brauchen wir eine armutsfeste Mindestrente von 1.050 Euro. Dazu gute Löhne – 12 Euro Mindestlohn – und die Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent. Auch brauchen wir ein solidarisches Rentensystem mit einer Erwerbstätigenversicherung, die alle Erwerbseinkommen einbezieht.

Lebensleistung von Rentnern nicht anerkannt

46 Prozent aller Rentner haben das Gefühl, dass ihre Lebensleistung nicht ausreichend anerkannt wird. Dies geht aus einer Umfrage der BILD-Zeitung hervor. Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE, dazu:

"Es handelt sich hierbei nicht nur um ein Gefühl. Weit verbreitete Altersarmut ist in Deutschland schlicht die harsche Realität. Menschen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, können von ihrer Rente nicht mehr leben."

DIE LINKE fordert eine solidarische Mindestrente von 1050 Euro für alle. Menschen mit niedrigem Einkommen sind stark von Altersarmut bedroht und müssen über eine Mindestrente abgesichert werden – im Osten genauso wie im Westen.

Bernd Riexinger weiter: "Die Rente muss den Lebensstandard absichern. Deshalb fordern wir eine Festsetzung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und zwar bei fairen Löhnen. Der Mindestlohn muss umgehend auf 12 Euro erhöht werden. Wenn die Große Koalition nicht endlich Löhne garantiert von denen man leben kann, ist Armut im Alter für immer mehr Menschen vorprogrammiert. Traurige Nachrichten wie die Verurteilung einer Rentnerin, die für ein paar Euro Kosmetik stiehlt, weil ihre Rente hinten und vorne nicht reicht, sind exemplarisch für eine Rentenpolitik, die sich um die Lebensleistung der Menschen nicht schert. Frauen im Westen erhalten im Schnitt nur 60 Prozent der durchschnittlichen Rentenzahlung an Männer. Nach einem langen Arbeitsleben leben Frauen häufig in versteckter Armut. Das ist ein Skandal."

48 Prozent der Rentner bekommen unter 800 Euro

Einer Anfrage der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag zufolge erhielten rund 8,6 Millionen Rentnerinnen und Rentner im Jahr 2016 eine Altersrente von unter 800 Euro monatlich. Dazu erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis für die Bundesregierung, dass fast jeder zweite Rentner in einem der reichsten Länder der Welt mit unter 800 Euro im Monat auskommen muss. Das sind die Folgen der katastrophalen Politik der Bundesregierung. Durch das fortgesetzte Aushöhlen der gesetzlichen Rente und dem viel zu niedrigen Mindestlohn ist die Altersmut vorprogrammiert. Ein Mindestlohn unter 12 Euro führt sicher in die Altersarmut, das hat die Bundesregierung selber ausgerechnet.

Es grenzt an Zynismus, wenn das Bundesarbeitsministeriums darauf verweist, dass Rentnerinnen und Rentner noch andere Einkommensquellen wie Einnahmen von anderen Haushaltsmitgliedern haben könnten. Die gesetzliche Rente muss vor Armut schützen und den Lebensstandard der Menschen sichern. Es ist skandalös wenn Menschen im Alter bei Hamburger-Ketten arbeiten oder Zeitungen austragen müssen, weil die Rente hinten und vorne nicht reicht.

DIE LINKE fordert die Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent, eine solidarische Mindestrente in Höhe von 1050 Euro und 12 Euro Mindestlohn. Denn die Hungerlöhne von heute sind die Armutsrenten von morgen. 

Angleichung der Ost-Renten bis 2025 auf Kosten der Beschäftigten

Das Bundeskabinett hat heute die Gesetzentwürfe von Sozialministerin Andrea Nahles zur Erwerbsminderungsrente und zur Ost-West-Rentenangleichung gebilligt. Die Angleichung der Ost-Renten soll bis 2025 abgeschlossen sein. Dazu erklärt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Die Angleichung der Renten in Ost- und Westdeutschland ist 28 Jahre nach dem Mauerfall mehr als überfällig, dennoch verschiebt die Bundesregierung diese wichtige Anerkennung der Lebensleistung der Menschen im Osten bis in das Jahr 2025. Außerdem gehen die Verbesserungen für ostdeutsche Rentnerinnen und Rentner durch die Abschaffung der festgelegten Umrechnung auf Kosten der heutigen Beschäftigten in den neuen Bundesländern.

Die schnelle Angleichung bei Beibehaltung der Umrechnung ist auch deshalb so wichtig, weil ostdeutsche Rentnerhaushalte in viel größerem Maße von der gesetzlichen Rente abhängig sind: 80 bis 90 Prozent des Haushaltseinkommens kommen aus der gesetzlichen Rente. Im Westen kommen hingegen bei vielen Haushalten noch Betriebsrenten und private Vorsorge dazu.

Bei der Rente gibt es noch viel zu tun in Sachen Gerechtigkeit zwischen Ost und West: Viele Berufsgruppen, wie die in der Braunkohleveredelung tätigen Bergleute oder Beschäftigte der Reichsbahn, werden genauso wie in der DDR Geschiedene benachteiligt.

Auch 28 Jahre nach der Wende gibt es im Rentensystem immer noch eine Diskriminierung ostdeutscher Biografien. Zu wirklichen Einheit gehört, dass auch diese Mauern endlich fallen.

Anlocken und abzocken – Betriebsrenten für Geringverdienende

Pressemitteilung von Matthias W. Birkwald,

 

„Statt die gesetzliche Rente endlich armutsfest auszubauen, will Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles Geringverdienende dazu bringen, von ihrem wenigen Geld noch mehr in hochriskante Betriebsrenten zu stecken. Erst anlocken, dann abzocken – das ist kompletter rentenpolitischer Irrsinn“, erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum heute vom Kabinett verabschiedeten Betriebsrentenstärkungsgesetz. Birkwald weiter:

„Bei den neuen Betriebsrenten ist nicht einmal mehr klar, was hinten rauskommt. Klar ist nur, dass Union und SPD einen weiteren Schutzschild des Sozialstaats abschaffen wollen. Langfristig garantierte – und damit planbare – Rentenzahlungen für Betriebsrentnerinnen und -rentner sowie eine Einstandspflicht (‚Haftung‘) der Unternehmen im Ernstfall sollen nach dem Willen der Arbeitsministerin der Vergangenheit angehören. Das ist ganz besonders bei Geringverdienenden völlig inakzeptabel.

Im neuen Nahles-Modell dürfen die Unternehmen keine festen Zusagen über die Höhe der zukünftigen Betriebsrente mehr aussprechen und müssen deshalb im Krisenfall auch kein Kapital mehr nachschießen. Die Betriebsrentnerin oder der Betriebsrentner erfährt erst mit Beginn der Rente, wieviel ihr oder ihm überhaupt zusteht. Das Kapitalmarktrisiko ist mit einem Handstreich allein auf die Beschäftigten übertragen worden. Das ist Rentenroulette und keine Vertrauen schaffende Rentenpolitik.

Ich rufe die Gewerkschaften auf, dieses Spiel nicht mitzumachen und gemeinsam mit der LINKEN im Bundestag und den Sozialverbänden für die Rückkehr zu einem lebensstandardsichernden Rentenniveau von 53 Prozent zu kämpfen.“

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 Ditti1966
 05.09.2020 - 12:41
Allen Usern einen schönen Start ins Wochenende ...

 Ditti1966
 30.08.2020 - 22:55
Hallo kathy , Das Geburtstagskind, es lebe hoch Bleib glücklich und das lange noch Bleib froh und munter auch gesund Und das zu jeder Lebensstund.‘

 Ditti1966
 30.08.2020 - 09:56
So my Robbe mal alles gute zum Geburtstag wünsche lieb grüßt Ditti

 Ditti1966
 29.08.2020 - 09:16
Allen Usern einen schönen Start ins Wochenende wünsche lieb grüßt Ditti

 Ditti1966
 28.08.2020 - 21:05
Herzlich willkommen Dj engel Uli hier auf D-M-W lieb grüßt Ditti

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